Dienstag, 15. Mai 2018

Cast Dot

Seit Wochen quäle ich mit dem Popplock T11 ab. Was immer ich auch versuche - es geht kaum voran. Demotivierend! Ein Erfolgserlebnis wäre jetzt nicht schlecht. Also bestellte ich kurzerhand ein paar neue Hanayama Puzzles, darunter auch Cast Dot.


Dieses Metallpuzzle hat den Schwierigkeitsgrad zwei (leicht), also genau das, was ich in der verfahrenen Situation brauchte. Es besteht aus zwei verschiedenfarbigen Zinkguss Teilen, die zu einem Objekt von zweidimensionalen Charakter verschlungen sind. Durchaus originell. Metallpuzzle sind ja gewöhnlich dreidimensional. Die erste Aufgabe ist, das Geduldspiel aufzutrennen. Je nach Konstellation sind Dreh-, Kipp- und Schiebebewegungen möglich. Ich spielte mehr oder weniger planlos mit dem recht massiven Objekt herum und hatte es nach etwa zehn Minuten auseinander. Damit war der leichte Teil geschafft. Der Zusammenbau erwies sich als sehr viel schwieriger. Es recht dauerte lange, bis ich die korrekte Schrittfolge gefunden hatte. Die sperrigen Teile erschwerten oft die Bewegungen.


Mir hat dieses Geduldspiel gefallen. Es ist originell und wirkt hochwertig. Die ständigen Verkantungen beeinträchtigen allerdings den Spielspaß etwas. Der Schwierigkeitsgrad bezieht sich vermutlich auf das Auseinandernehmen. Nicht unerwähnt werden sollte, dass Cast Dot eines der wenigen Puzzles der Hanayama Serie ist, in das nicht der Name eingeprägt ist.

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Sonntag, 4. März 2018

Violin Schlüssel

Metallpuzzles werden gerne in Serien angeboten. Das suggeriert einen gleichbleibenden Qualitätsstandard und wirkt damit verkaufsfördernd. Von der vier Geduldspiele  umfassenden Fantastic Wire Serie (von Professor Puzzle  - moses Verlag) kannte ich bereits drei, und die hatten mir auf Grund des hohen Schwierigkeitsgrades sehr gefallen. Als letztes blieb noch Violin Schlüssel, bei dem ich allerdings von Anfang an ein ungutes Gefühl hatte.


Rein optisch unterschied sich Violin Schlüssel nicht all zu sehr von den drei anderen Fantastic Wire Puzzles. Ein einfach zusammengebogenes Drahtgebilde, das an einen Notenschlüssel erinnerte. In der Mitte war eine kleine Kordel eingebracht, die zu entfernen war. Das konnte doch nicht all zu schwer sein, dachte ich spontan. Eigentlich war nur die Schnur einige Male durchzuschieben. Und so war es dann auch. Nach ein bis zwei Minuten war das Rätsel gelöst. Hatte ich vielleicht nur Glück gehabt? Ab nächsten Tag versuchte ich es erneut. Wieder bekam ich es nach kurzer Zeit auseinander. Auch der Rückweg, das Wiedereinbringen der kleinen Kordel, war durch simples Probieren schnell geschafft.


Ich musste an Pentagramm und Schwert denken, harmlos aussehende Geduldspiele, die mir aber tagelang Probleme bereitet hatten. Bei Violin Schlüssel hatte ich schon beim Betrachten der Fotos im Web das Gefühl, dass das hier nicht mithalten konnte. Dass es derartig einfach werden würde, hatte mich dann aber doch überrascht.   

Samstag, 20. Januar 2018

Popplock T3

Völlig überraschend kündigte Rainer Pop vor einigen Wochen eine Neuauflage seines T3 an. Mit etwas Glück konnte ich ein Exemplar der auf 50 Einheiten beschränkten Serie ergattern. 


Das im Vergleich zu anderen Popplocks recht kleine T3 überzeugt auf Anhieb durch eine gelungene Optik und Haptik. Die abgerundeten Kanten lassen es wunderbar in der Hand liegen. Durch den nach unten durchgezogenen Bügel hebt es sich von anderen Trickschlössern ab. Das zentrale Rädchen lässt sich leicht, aber absolut spielfrei drehen und ein Stück weit herausziehen. Es ist das einzige bewegliche Teil. Einen Schlüssel gibt es nicht und natürlich auch kein Schlüsselloch.

Da es keine andere Zugmöglichkeit gab, konzentrierte ich mich auf das kleine Rädchen. Es ließ sich ohne Widerstand in beide Richtungen drehen. Zog man es ein Stück hinaus, wurden die Drehungen an einigen Stellen blockiert. Durch kurzes Hineindrücken konnte man die Hindernisse überwinden. Ich spielt eine Weile herum, ohne sonderlich voranzukommen. Da das Schloss recht klein war, sollte der interne Mechanismus nicht all zu kompliziert sein. Wie konnte der funktionieren? Nach etwa einer Stunde hatte ich schließlich den entscheidenden Einfall. Dann dauerte es nur wenige Sekunden, bis das Schloss geöffnet war. 


Für mich ist das T3 eines der schönsten Trickschlösser der Popplock Serie. Es besticht vor allem durch die hohe handwerkliche Qualität und seine Kompaktheit. Es gibt zwar nur einen Trick, aber auf den kommt man nicht so schnell. Der Verkaufspreis beträgt 200 Euro. Auf der Rückseite ist "2nd Edition" eingraviert, so dass der Sammlerwert geringer sein dürfte als bei der Originalversion. 

Samstag, 16. Dezember 2017

Jezival

Eigentlich bin ich kein Freund von Käfigpuzzles. Für mich sind die konstruktionsbedingt nicht massiv genug und bestenfalls von mittlerem Schwierigkeitgrad. Dennoch startete ich einen neuen Versuch mit Jezival von Rademic Puzzles 
Was als erstes auffällt, ist der präzise aus einem Aluminiumblock herausgearbeitete Käfig. Es sind keine Klebenähte oder Ähnliches zu entdecken. Im Inneren befindet sich der zylinderförmige Igel, aus dem mehrere abgerundete "Stacheln" herrausragen. Aufgabe ist natürlich, den Igel zu befreien. Das kann nur durch die sechs ovalen seitlichen Öffnungen passieren. Die Löcher in den Stirnflächen sind zu ein wenig zu klein. 

Behutsam begann ich das sperrige Objekt im Inneren zu bewegen. Zunächst ein Stück weit durch eine der ovalen Öffnungen, um es dann durch Verkantungen und Drehungen weiter nach außen zu schaffen. Wie erwartet und befürchtet kam ich nicht voran. Nach langen Versuchen war ich sicher, dass der Igel gar nicht durch die Öffnungen passt. Welche Möglichkeiten gab es noch? Konnte man den Käfig doch auf irgendeine Art und Weise zu öffnen? Vielleicht durch gewaltsames Drehen der Stirnflächen? Oder konnte man die Stacheln des Igels verschieben (wie bei Axis vom gleichen Hersteller)? Nach einigem Nachdenken hatte ich eine Idee. Mit Hilfe eines Tools aus meiner Werkzeugkiste kam ich dem Trick schließlich auf die Schliche. Danach war es eine Sache von wenigen Minuten, bis der Igel endgültig befreit war.

Der zugrunde liegende Trick ist nicht neu und alles andere als genial. Ein aus gerade zwei Teilen bestehendes Puzzle bietet halt von Hause aus nur wenig Variationsmöglichkeiten. Überzeugt hat mich Jezival vor allem durch die hohe Fertigungsqualität. Für mich das wichtigste Merkmal von Metallpuzzles. Die Kosten von 35 Euro sind angemessen. Erhältlich ist es beim Puzzle Shop oder direkt beim Hersteller.      

Sonntag, 22. Oktober 2017

Fish

Geduldspiele sind oft aufwändig und ansprechend verpackt. Vorbild ist hier sicherlich die Firma Hanayama. Die mit Abstand schönste Verpackung fand ich aber beim Drahtpuzzle Fish von Professor Puzzles. Ich war gespannt - würden Qualität und Schwierigkeitsgrad der aufwändigen Box entsprechen?


Fish ist ein etwa handgroßes Drahtobjekt, bei dem, wie bei derartigen Geduldspielen üblich, der Griff abzutrennen ist. Eine Reihe von kleinen Ringen blockiert alle Bewegungen in den Innenbereich hinein. Der Griff kann praktisch nur außen entlang geführt werden. Eine erfolgsversprechende Strategie war zunächst nicht ersichtlich. Klar war nur, dass es durch den äußeren Ring hindurch gehen musste. Nach einer Weile fand ich zwei Zugmöglichkeiten, von denen eine direkt zum Ziel führte. All zu schwer war das nicht gewesen. Das Puzzle hat allerdings auch nur den Schwierigkeitsgrad mittel.


In der Vergangenheit haben mir Drahtpuzzles meist erhebliche Probleme bereitet. Nicht so Fish, das eher etwas für Einsteiger ist. Es handelt sich im Grunde genommen um ein sehr simples Geduldspiel, das durch einige (für die Lösung überflüssige) Elemente optisch verkompliziert wurde. Die Verarbeitungsqualität entspricht dem Standard, der Preis von etwas über 10 Euro ist angemessen.



Samstag, 9. September 2017

Ringkette


Der Klassiker Ringkette wird von vielen Online Shops angeboten. Ich hatte mit dem Kauf lange gezögert, da mir dieses Geduldspiel zu einfach erschien. Es stellte sich dann aber doch als recht anspruchsvoll heraus.


Das schwergewichtige, aus massivem 5mm Draht geformte Objekt besteht aus einer Doppelschleife, sowie zwei offenen, leicht auseinandergebogenen Ringen. Einer befindet sich in der Mitte, der andere außen. Es war problemlos möglich, den äußeren Ring von einer Schleife zur anderen zu schieben. Das dauerte gerade ein oder zwei Sekunden. Weitere Zugmöglichkeiten waren zunächst nicht erkennbar. Der mittlere Ring steckte unverrückbar fest. Es war nicht ersichtlich, wie der da überhaupt hingekommen ist. 

Ich betrachtete das widerspenstige Objekt von allen Seiten. Offensichtlich musste man den äußeren Ring nicht oben sondern unten durchführen. Doch da war der mittlere Ring im Weg (der ja nicht bewegt werden konnte). Nach kurzem Nachdenken war der Lösungsweg aber in etwa klar. Und so dauerte es nicht lange, bis der äußere Ring befreit war. Einige Male war etwas Kraft erforderlich. Das ist ein bekanntes Problem von Drahtpuzzeln: Man weiß oft nicht, wieviel Kraft zulässig ist. Mit Gewalt findet man immer einen Weg, aber das ist natürlich nicht im Sinne des Erfinders.


Für mich ist es immer wieder erstaunlich, wie anspruchsvoll einfach aufgebaute Puzzels sein können. Ringkette ist zudem ausgesprochen originell. Ich kenne kein anderes Geduldspiel, dem dieser Trick zugrunde liegt. Die Fertigungsqualität ist dagegen weniger überzeugend. Die Drahtenden sind roh geschnitten und nicht abgerundet. Aber vielleicht gibt es ja bei anderen Herstellern qualitativ bessere Exemplare.

Montag, 3. Juli 2017

Cast Infinity


Nichts ist frustrierender, als ein Geduldspiel schon nach wenigen Minuten oder gar Sekunden zu lösen. Also je schwieriger desto besser. Nach langer Zeit hat Hanayama wieder ein Metallpuzzle der Kategorie sechs (sehr schwer) herausgebracht, Cast Infinity. Ich war gespannt.

Der Name des kompakten Metallobjekts leitet sich vom Unendlichkeitssymbol der Mathematik - einer liegenden Acht - ab (engl: infinity - Unendlichkeit). Zwei bewegliche Kerne im Inneren der Acht müssen befreit werden. Diese sind drehbar und können in machen Konstellationen ein Stück weit herausgezogen werden. Die Kerne überlappen sich an einer Stelle und sind mit Vorsprüngen und Aussparungen versehen, was Bewegungen erschwert.
 
Da der Mechanismus weitestgehend im Inneren verborgen ist, läuft im Grunde genommen alles auf ein spielerischen Durchprobieren hinaus. Zu einem systematischen Vorgehen hatte ich wenig Lust. Dazu hätte ich entweder mühevoll die unregelmäßige Struktur der Kerne ermitteln oder aber die Zugfolgen dokumentieren müssen (etwa linker Kern viertel Drehung, dann nach oben ziehen, dann rechter Kern halbe Drehung ...). Wie erwartet und erhofft dauerte es etwas, bis ich die drei Teile auseinander hatte. Wirklich schwierig war es aber nicht. Auch das anschließende Zusammensetzen stellte mich nicht vor eine unlösbare Aufgabe. Ich würde Cast Infinity daher als ein Puzzle der Kategorie vier (mittelschwer) oder fünf (schwer) bewerten, nicht aber mit sechs (sehr schwer). 

Von Ausnahmen abgesehen gefallen mir Geduldspiele mit verborgenen Mechanismen nicht sonderlich (auch wenn man gerade die bei Metallpuzzles häufig findet). Letztendlich fummelt man ohne großes Nachdenken so lange herum, bis man am Ziel ist. So auch bei Cast Infinity. Was für diese Hanayama Kreation spricht, ist die schwere massive Qualität und das ansprechende Erscheinungsbild.

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